Montag, 4. März 2019

Welchen Sinn des Lebens...

oder: Mister Aufziehvogel, Haruki Murakami 


Meine letztjährige Japan Book Challenge war für mich persönlich erfolgreich und ich bin etwas motivierter zu Lesen. Nun habe ich mich an ein weiteres Buch von Haruki Murakami gewagt. :D ... 

Geschichte:
Toru Okada ist 30 Jahre alt und arbeitet in einer Anwaltskanzlei. Da er jedoch unglücklich ist, gibt er seinen Job auf und versucht sich selbst zu finden. Seine Frau unterstützt ihn und so lebt er erstmal ohne Job in den Tag hinein. 
Vor dem Protagonisten tun sich Wirklichkeiten auf, von denen er nichts ahnte. Er lernt Menschen kennen, die ihm erstaunliche Geschichten ins Haus bringen. Letztlich sind alle in irgendeiner Art verbunden und auch seine Ehe sieht er in einem völlig neuen Licht. 

Meine Meinung: 
Anfänglich dachte ich erst noch, es würde eine ruhige und sehr geradlinig verlaufende Geschichte werden. Da habe ich mich aber gehörig getäuscht. Je weiter man ins Buch eintaucht um so verworrener wird die Geschichte. Es tun sich Verbindungen zwischen den Charakteren auf, die man so nicht erwartet hätte. Oft rücken Geschichten in den Vordergrund, die nicht direkt mit der Hauptperson Toru Okada zu tun haben. Solche Geschichten, gerade aus der Vergangenheit gewisser Charaktere, bekommen viel Raum. Letztlich ergeben diese Zeitsprünge ein Gesamtbild, welches dann auch logisch erscheint. Der Hauptcharakter Toru Okada begegnet vielen Menschen auf seiner Suche, die ihn ein Stück weit begleiten und ihm helfen sich weiter zu entwickeln. Die Entwicklung seiner Persönlichkeit verläuft langsam, aber führt letztlich auch zu seinem eigenen Ziel.
Das Ende der Geschichte ist jedoch sehr überraschend und lässt einen fragend zurück.  
Das Buch ist relativ dick und ich habe mal gelesen, dass die deutsche Ausgabe eine gekürztere Version des Originals ist. Aufgrund der Länge habe ich entsprechend Zeit gebraucht bis ich es durch hatte. Manche Passagen waren mir einfach etwas zu langwierig, aber letztlich notwendig für die Geschichte. Es ist auf jeden Fall ein "typischer Murakami" und man sollte wirklich dran bleiben und nicht vorzeitig die Reißleine ziehen.

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