Klappentext:
Dezember 1941: Nach dem Angriff auf Pearl Harbor ist auch in Seattle nichts mehr, wie es war. Für den zwölfjährigen Henry bricht eine Welt zusammen, als keiko, das bildschöne Mädchen aus seiner Schule, plötzlich verschwindet.
Ihre Eltern sind Japaner und die Wirren des Krieges beenden eine aufkeimende Liebe.
Vierzig Jahre später stößt Henry durch Zufall auf einen Bambussschirm und ist sich sicher: dieser Schirm hat einmal Keiko gehört.
Was ist mit Ihr geschehen?
Über den Autor:
Jamie Ford seinerseits wuchs selbst in der Nähe von Chinatown in Seattle auf. Seine chinesischen Verwandten nannten ihn immer "Ji Mai", was bald zu "Jamie" wurde. Er ist Absolvent der Squaw Valley Community of Writers. Jamie Ford lebt heute in Montana, USA.
Meine Meinung:
Ich habe das Buch letzten Dienstag gekauft, wie ihr vielleicht wisst und gestern hatte ich es fertig gelesen. Wo fang ich denn am Besten an?
Okay, bei der Story:
Der Leser wird gleich in das Geschehen hineingeworfen und erst nach und nach versteht man die Zusammenhänge.
Ford beginnt die Geschichte damit, dass er das Panama Hotel beschreibt, welches das Verbindungsstück zwischen Nihonmachi und Chinatown darstellt und ein zentraler Ort der Geschichte ist. Kurze Zeit später springt Ford in das Jahr 1942 und erzählt wie Henry Lee als kleiner Junge war und auf welche Schule er ging. Ab da spielt die Geschichte in zwei Zeiten... 1986 und 1942.
Auf diese Weise erinnert sich Henry an seine erste große Liebe Keiko Okabe, welche er selbst nach der Hochzeit mit seiner Frau Ethel und deren Tod nicht vergessen konnte.
Als im alten Panama Hotel auch noch längst verschollen geglaubte Habseligkeiten japanischer Familien gefunden werden, beginnen die Zweifel und Henry fängt wieder an in der Vergangenheit zu suchen...
Mit der Zeit versteht man auch, wie es so weit kam, dass diese beiden sich aus den Augen verloren haben... und warum Henry kein gutes Wort für seinen Vater übrig hat.
Ich finde diese Geschichte sehr rührend. Auch wenn sie so ähnlich schon 100fach geschrieben wurde, hat diese Geschichte etwas ganz besonderes. Man lernt auch viel über das Leben der Amerikaner (und auch der Immigranten) im 2. Weltkrieg.
Der Schreibstil:
Ich finde den Schreibstil dieses Autors sehr schön. Man kann der Geschichte (trotz der Zeitsprünge) gut folgen und sie verliert nicht an Spannung. Ford lässt manches zuerst im Dunkeln ruhen und deckt es dann nach und nach auf. Ich persönlich konnte wirklich mit den Protagonisten mitfühlen und mich überkam eine Art Melancholie als ich das Buch gestern Abend schließlich aus der Hand legte. Aber ich werde es auf jeden Fall immer wieder lesen... :)
Also wer auf schöne Geschichten mit geschichtlichen Aspekten steht... dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Derzeit gibt es das als Sonderedition für 8,95 €

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