oder: Die Katzen von Shinjuku Durian Sukegawa
Im Februar erschien beim DuMont-Verlag wieder ein neues Buch von Durian Sukegawa. In diesem Jahr kommen viele japanische Autoren auf den deutschen Markt, also gibts immer Nachschub =)
Shinjuku,
ein Viertel in Tokio: Hier treffen sie aufeinander – Yama, ein
gescheiterter Fernsehautor Mitte zwanzig, und Yume, eine wortkarge
Kellnerin. Beide sind sie Außenseiter, beide haben sie die Hoffnung,
ihren Platz im Leben zu finden, fast aufgegeben. Yume arbeitet in einer
Bar namens Karinka, die schrägen Vögeln ebenso eine Heimat bietet wie
streunenden Katzen. Als Yama diesen Ort das erste Mal betritt, ist er
völlig fasziniert: von den Menschen, der Stimmung und der besonderen
Rolle, die die Vierbeiner im Karinka spielen. Er fasst Vertrauen zu
Yume, mit der er sich bald gemeinsam um die Straßenkatzen kümmert. Aus
der Freundschaft der beiden scheint mehr zu werden, doch dann holt Yume
ihre Vergangen-heit ein …
›Die Katzen von Shinjuku‹ erzählt die Geschichte zweier Menschen, die
mit sich selbst hadern und einander zu retten versuchen: ein
bittersüßer Roman mit Blick für die kleinen Dinge, einfühlsam und mit
viel Wärme erzählt. (Quelle: DuMont Verlag)
Meine Meinung
Bisher hat mich jedes Buch von Durian Sukegawa, das ich gelesen habe, überzeugt und so war es dann auch mit diesem hier. Primär habe ich es wegen des Autors gekauft, da Katzen jetzt nicht so mein Thema sind, aber ich merkte schnell, dass es um mehr ging. Die Katzen und die Melancholie ziehen sich wie ein rotes Band durch die Geschichte zweier Menschen, die ihren Platz im Leben suchen. Das Leben meinte es mit beiden nicht immer gut und das merkt man den Charakteren auch an. Yama wirkt verloren und bei Yume spürt man, dass mehr hinter ihrer Wortkargheit steckt. Beide haben aufgrund ihrer Eigenheiten schwierige Erfahrungen machen müssen. Yama kann wegen seiner Farbblindheit in seinem Traumberuf nicht wirklich Fuß fassen und Yume versucht ihr Leben irgendwie zu leben. Ihre Liebe zu den Katzen des Viertels führt letztlich dazu, dass sie sich gut verstehen. Diese Verbindung hilft beiden ihren Platz zu finden, auch wenn das Schicksal für beide was anderes in Peto hatte...
An manchen Stellen hätte ich gerne mehr über die Personen erfahren, da manches nur oberflächlich angedeutet wurde... Die skurrilen Gäste des Karinkas haben sicherlich auch spannende Hintergründe, die ich zugern erkunden würde.
Dennoch hat mich das Buch von der ersten Zeile an mitgenommen in ein Shinjuku, dass damals noch anders war als heute.
Von mir gibts eine klare Leseempfehlung.

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