Mittwoch, 21. Oktober 2020

Von Bentos und vier Frauen...

 oder: Die Umarmung des Todes, Kirino Natsuo

 

Im Buchclub von Japanliebe haben wir vor kurzem das Buch Kirino Natsuo gelesen. Heute berichte ich euch von diesem Buch. Es ist zur Zeit nur als gebrauchtes Buch zu bekommen. 

Geschichte: 
Yayoi Yamamoto arbeitet Nacht für Nacht in einer Lunchpaket-Fabrik am Rande Tokios, um endlich das Geld für eine eigene kleine Wohnung aufbringen zu können. Doch als sie herausfindet, dass ihr Mann Kenji ihre gesamten Ersparnisse verspielt hat, verliert sie die Nerven und bringt ihn im Affekt um. Verzweifelt versucht Yayoi zusammen mit drei Kolleginnen die Tat zu vertuschen, doch mit jedem Schritt geraten die Frauen tiefer in einen unentrinnbaren Sog des Verderbens... ( Quelle: Amazon.de
 
Meine Meinung: 
Vorweg möchte ich sagen, dass ich mit Krimis erstmal nichts anfangen kann. Dieser Roman wird in eben diese Kategorie eingeordnet. Gerade aufgrund dessen habe ich im Vorfeld wirklich überlegt, ob ich mich dieses Mal wieder an der Leserunde beteiligen sollte... Ich hab den Sprung gewagt und wurde sehr überrascht. 

Es ist eine Geschichte über Zusammenhalt, Moral und irgendwo auch Freundschaft vor den Kulissen einer Bento-Fabrik. Die Charaktere haben erstmal nicht viel gemeinsam, außer dass sie zusammen in der gleichen Fabrik arbeiten. Ihre Gespräche sind eher oberflächlicher Natur. Das ganze nimmt jedoch eine andere Farbe an als die vier sich verbünden und gemeinsam eine Leiche auf ungwöhnliche Weise entsorgen. Jede hat ihre ganz eigenen Gründe, weshalb sie sich auf sowas einlässt. Diese erfährt der Leser mit der Zeit immer umfänglicher, während diese Gründe für die Mitstreiterinnen zum Teil verborgen bleiben. 

Richtig fahrt nimmt die Geschichte dann auf als unbeteiligte Personen plötzlich in den Fall mit reingezogen werden. Der eine zieht sein eigenen Nutzen daraus, während der andere Rache will. Den ihm nahm dieser Fall die Lebensgrundlage, die er sich selbst aufgebaut hatte. 

Die Geschichte bleibt spannend bis zur letzten Seite und lässt einen doch mit einem etwas offeneren Ende zurück. 

Sehr empfehlenswertes Buch! 

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