oder: Maler der fließenden Welt, Kazuo Ishiguro
Zum Ende diesen Jahres hatte ich mehr Zeit und konnt wieder etwas mehr lesen. Aus diesem Grund heute meine Review zu diesem wundervollen Buch.
Geschichte:
In den dreißiger Jahren hat der Maler Masuji Ono seine Kunst in den
Dienst der japanischen Expansionspolitik gestellt. Jetzt, nach dem
Krieg, ist sein damaliger Hurrapatriotismus anrüchig geworden, und als
seine Tochter heiraten will, wird seine politische Vergangenheit zur
Belastung für die Familie. Seine Lebensbeichte offenbart ein heilloses
Geflecht von Schuld und Irrtum und ist ein Läuterungsprozess, nach dem
er nicht mehr derselbe sein wird wie zuvor. Kazuo Ishiguros
eindringlicher, meisterhaft erzählter Roman über einen Künstler, der mit
seiner Vergangenheit ringt, lässt das vom Krieg zerrüttete Japan der
Nachkriegszeit wieder aufleben, ein Land im Umbruch, in dem verschiedene
Lebensweisen um die Vorherrschaft kämpfen und ein Volk zwischen
Tradition und Moderne nach einem neuen Lebenssinn sucht. (Quelle: Heyne Verlag)
Meine Meinung:
Die Hauptfigur in diesem Buch lebt irgendwie noch in der Vergangenheit. Man merkt es sehr stark an seinen Werten, die er vertritt. Diese scheinen in dieser Aufbruchsstimmung des Landes fehl am Platz zu sein. Seine Töchter gut versorgt zu wissen, ist für ihn ein sehr wichtiger Gedanken. Dass jedoch seine Vergangenheit und seine Art vielleicht etwas damit zu tun haben, dass die Heiratspläne immer wieder gecancelt werden, sieht er nicht wirklich. Im Laufe seiner Geschichte versteht er immer mehr, dass die alten Zeiten vorbei sind und das Leben für alle weiter geht. Die jungen Leute reden weniger über die Vergangenheit und entdecken ihre eigenen Werte. Somit entwickelt sich Masuji Ono tatsächlich auf seine alten Tage doch noch weiter. Er lernt mit seiner Vergangenheit umzugehen und in ihm keimt die Hoffnung und gute Wünsche für ein neues Japan.
Kazuo Ishiguro zeichnet mit diesem Buch ein interessantes und zugleich sensibles Bild des Japans nach dem Krieg. Er fängt in seiner Geschichte gut den Spagat zwischen Tradition und Moderne ein. Ein wunderbares Buch, dass sich gut lesen lässt!

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