Mittwoch, 24. Januar 2018

#Japanuary, Part 6: Der Weg ist das Ziel? ...

oder: Kikujiros Sommer
 

 Im Rahmen der Aktion #Japanuary habe ich mir den Film Kikujiros Sommer angeschaut. 
Er stand ehrlich gesagt schon länger auf meiner Liste, aber ich habe nun die Aktion genutzt, ihn mir endlich anzusehen! 

Story: 
Masao lebt bei seiner Großmutter. Eines Sommers erfährt er per Zufall die Adresse seiner leiblichen Mutter. Er beschließt sich auf den Weg zu machen, sie zu besuchen. 
Kikujiros Frau bekommt das mit und schickt Kikujiro los, den Jungen zu begleiten. Der Großmutter erzählt sie, dass sie den Jungen ans Meer mitnehmen möchten. Statt ans Meer geht es für Kikujiro und Masao erstmal auf einen ganz anderen Weg. Auf diesem erleben sie einige Sachen und sich gegenseitig kennen. 
Am Zielort angekommen sieht Kikujiro wie glücklich Masaos Mutter mit ihrer neuen Familie ist und entscheidet sich, dem Jungen nicht die Wahrheit zu sagen. Gemeinsam kehren sie nach einigen weiteren Erlebnissen zurück. 

Fazit: 
Anfänglich ist Kikujiro gar nicht begeistert, sich um den Jungen zu kümmern und verspielt das Reisegeld einfach auf der Pferderennbahn. Er scheint gar nicht dran zu denken, den Jungen zu seiner Mutter zu bringen. 
Ein Abend soll aber den Wendepunkt bringen. Als Masao mit einem unbekannten Mann mitgeht und Kikujiro ihn gerade noch vor einer großen Gefahr retten kann, beginnt letztlich die Reise zur Mutter doch noch. Mangels Geld, schlagen sie sich irgendwie durch. Hierbei fallen Kikujiro viele Möglichkeiten ein. 
Auf dieser Reise merkt man, wie Kikujiro allmählich Verantwortung für Masao übernimmt und ihm wirklich helfen will. Das spiegelt sich vor allem darin, dass er Masao nicht die Wahrheit über seine Mutter sagt und ihn damit beschützt. 
Anstatt gleich wieder nach Hause zu fahren, verbringen die beiden noch einige schöne Tage mit neuen Freunden, denen sie auf ihrem Weg begegnet sind. 
Es ist eine wunderschöne Geschichte, die super umgesetzt wurde. 
Normalerweise ist Takeshi Kitano für seine etwas brutaleren Filme bekannt. Dieser hier schlägt in die andere Richtung und das tut der Geschichte wirklich gut. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass die Geschichte mit gewalttätigen Elementen genauso ins Herz gehen würde. 
Diesen Film über Freundschaft, Vertrauen und Verantwortung kann ich jedem empfehlen!

Zur Box: 
Die Box erschien schon am 17. Oktober und seit dem lag sie auch bei mir. Ich kam nur nicht dazu, sie mir vorher anzusehen. Als ich dann von der #Japanuary-Aktion las, hob ich sie mir dafür auf. 

Die Box enthält neben der Blu Ray auch die DVD-Version, sowie Bonus-DVD und einen weiteren Film (Ryozu and his seven henchmen) von Takeshi Kitano. Ebenso findet man den Soundtrack zum Film und ein mehrseitiges Booklet! 
Auf Amazon.de kostet die Box derzeit 20,99 €. 


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