Sonntag, 5. Februar 2017

Japanische Geschichte, Teil 2:

oder: Die Feudalzeit von 1192 bis 1867 

Quelle: hokusaionline.co.uk
Der zweite Teil meine Geschichtsreihe befasst sich mit der Feudalzeit... Diese Zeit ist sehr spannend, da die dort entstandenen Werte und Normen auch heute noch in Japan anklang finden...
- 1192 - 1333 n. Chr. - Kamakuta-Zeit: 
Der Sieg der Minamotos führte zum Niedergang der kaiserlichen Familie als politische Matchinhaber.

1192 errichtet Yoritomo, Oberhaupt der Minamotos, das Shogunat in Kamakura. Das Shogunat ermutigte zu einer strengen Ausbildung in den kriegerischen Künsten und Disziplinen. Diese Fokussierung auf die kriegerischen Aspekte diente einzig und allein dazu die Kontrolle über die anderen Clanfürsten (in abgelegeneren Provinzen) zu erhalten. In dieser Ära herrschte der Kodex „Bushido“ der Samurai vor.

1213 ging die Macht vom Clan Minamoto auf den Clan Hojo (Familie von Yoritomos Frau) über. Diese hielten die Militärregierung bis 1333 aufrecht. In dieser Zeit versuchten die Mongolen zwei Mal (1274 & 1281) Japan anzugreifen. Ein Eindringen in das Landesinnere konnte erfolgreich verhindert werden und als einige Flotten durch Taifune zerschlagen wurden, gaben die Mongolen die Invasion Japans auf.


- 1333 – 1338 n. Chr.: 
Kurze Wiederauflebung der Kaiserlichen Herrschaft.

- 1338 – 1573 n. Chr. - Muramachi-Zeit: 
Die Familie Ashikaga übernahm in einer erneuten Militärregierung die Macht. Die Disziplin des „Bushido“ fand ihre Verwirklichung in den ästhetischen und religiösen Aktivitäten. Diese Schwerpunkte prägen die japanische Kultur bis heute. Nach zwei Jahrhunderten der Regierung, sah sich diese zahlreichen Bürgerkriegen gegenüber. Die Bürgerkriege gingen vor allem von den Provinzfürsten aus, die um die Vorherrschaft kämpften.



- 1573 – 1603 n. Chr. - Übergangszeit: 
Erst der General Hideyoshi Toyotomi konnte 1590 wieder Ruhe und Ordnung im Land herstellen. Toyotomi versuchte zwei Mal Korea einzunehmen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch jedes Mal an der militärischen Übermacht Koreas.

Ieyasu Tokugawa festigte Toyotomis Werk der Einigung und Befriedung. In dieser Übergangszeit wurden viele der berühmten Schlösser gebaut.



- 1603 – 1867 n. Chr. - Tokugawa-Shogunat: 
Ieayasu Tokugawa gründete sein Shogunat 1603 in Edo, heutiges Tokyo. Dieses Jahr ist eines der wichtigen Wendepunkte in der Geschichte Japans. Tokugawa führte eine neue soziale und politische Struktur ein, welche 265 Jahre lang eine große Rolle im Land spielen sollte. Um die Integrität der Struktur zu wahren, schottete Tokugawa Japan im Jahre 1639 komplett von der Außenwelt ab. Der Einfluss der Europäer, welche im vorigen Jahrhundert nach und nach in Japan landeten nahm für Tokugawas Geschmack zu sehr zu. Lediglich eine handvoll holländischer Kaufleute durften ihre Geschäfte auf einer kleinen Insel in der Bucht von Nagasaki tätigen. Nur wenigen königlichen Abgesandten wurde der Zutritt nach Japan gewährt. Nur durch die Kaufleute auf der Insel Dejima erfuhren und lernten die Japanischen Gelehrten Grundkenntnisse der westlichen Medizin (und anderer Wissenschaften) kennen.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts geriet Japan unter Druck, seine Küsten wieder der restlichen Welt zu öffnen. Dies begann mit dem Besuch vom Amerikaner Matthew C. Perry, der die Japaner überredete einen Freundschaftsvertrag mit Amerika abzuschließen. In den folgenden Jahren kamen dann auch andere Länder dazu. Bis schließlich die Verträge zu Handelsverträgen umgewandelt wurden. Die Öffnung Japans führte durch den Einfluss weiterer politischer und sozialer Ströme zu Unruhen, die ca. 10 Jahre anhielten. Das Feudalsystem des Tokugawa Shogunats brach 1867 zusammen.

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