oder: Japanisches Silvester...
Ganz früher hat die ganze Familie gemeinsam das Haus gesäubert und alles für das Jahr bereit gemacht.
Die Mutter hat dann auch immer verschiedene Speisen zubereitet, welche sich auch ungekühlt ein paar Tage hielten. So konnte sie sich Anfang Januar auch etwas von ihren Haushaltspflichten erholen, da dann immer die schon vorbereiteten Osechi-ryori gegessen wurden. Heute ist das nicht mehr ganz so strickt.
Natürlich nehmen viele immer noch die Jahreswende zum Anlass in ihrem Apartment/Haus sauber zu machen, aber es ist nicht mehr ganz so Tradition. Auch die Osechi-ryori haben immer noch eine gewisse Tradition, aber mittlerweile kochen die Japaner sie nicht immer selbst, sondern kaufen sich auch gern eine solche Box beim Konbini oder Supermarkt um die Ecke. Die Preise variieren natürlich sehr stark... Eine Preisspanne von 10 000 Yen bis zu 35 000 Yen (oder sogar noch mehr) ist hierbei nicht unüblich.
Eine weitere Tradition sind die Glockenschläge bis Mitternacht. Hierbei läuten überall in Japans buddhistischen Tempeln die Glocken 108 Mal bis Mitternacht. (Man sagt, dadurch werden die Menschen von ihren Lasten des alten Jahres befreit und können frisch ins neue Jahr starten) Zu diesem Ereignis versammeln sich dann die Japaner am Tempel.
In den ersten drei Tagen des neuen Jahres gehen viele Familien zum nächstgelegenen Schrein um für Glück, Gesundheit und ein langes Leben im neuen Jahr zu beten.
Ich bin dieses Silvester bei meiner Schwester und ihren Kids... Wir werden Raclette essen und ich hab leckeres Schneegestöber zubereitet :D ... Es wird aber eher etwas ruhiger bei uns.
Hier noch ein Video von TabiEats, die einen Live-Stream zu Silvester gemacht haben... :D Das Video ist sehr aufschlussreich und die beiden stellen ihr Osechi-ryori vor :)
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