oder: eine weitere Möglichkeit Japanisch zu lernen
Ich habe ja schon berichtet, dass das Japanisch im Sauseschritt (hier) zwar ein gutes Buch ist, aber auf Dauer nicht meine einzige Lernquelle geblieben ist.
Lange habe ich recherchiert, welche Möglichkeiten es gibt Japanisch zu lernen und zu vertiefen. Immer wieder traf ich dabei auf Rosetta Stone und deren Methode.
Vor meiner Entscheidung mussten erst einige Wochen ins Land gehen, da ich mir wirklich nicht sicher war, ob es etwas für mich wäre. Im Internet ist Rosetta Stone relativ umstritten, da ein Lehrer natürlich besser ist um zu lernen und nicht jeder auf die gleiche Weise lernt. Was für den einen gut ist, kann für den anderen falsch sein. Es gibt gefühlt genauso viele positive wie negative Erfahrungsberichte zu dem Lernprogramm.
Allgemeines:
Rosetta Stone setzt beim Lernprozess vor allem auf das intuitive Lernen. Es orientiert sich hierbei an die Art und Weise wie man seine Muttersprache einmal gelernt hat. Über Intuition und Wiederholung.
Das Programm ist als Download und CD für den PC erhältlich. Mittlerweile gibt es auch Onlinezugänge, welche man über PC/Laptop, Tablet und auch das Smartphone nutzen kann.
Wobei nur am PC auch der volle Umfang (Spiele, Sprachstunden bei Lehrern...) nutzen kann.
Der Zugang kann für 12 oder 24 Monate gekauft werden. Ich habe einen 24 Monatszugang Ende September erworben für den Preis von 170 €. Dies war im Rahmen einer Rabatt-Aktion.
Laut dem Kundendienst soll dieses Programm Sprachkenntnisse bis zum Niveau C2 vermitteln.
Aufbau:
Im Zugang für Japanisch gibt es drei Stufen, welche sich in vier Lektionen + ein Meilensteinkapitel unterteilen. Jede Lektion wird in unterschiedliche Bereiche eingeteilt (Sprechen, Schreiben, Hören etc...) Man kann in den Einstellungen wählen wie intensiv man eine Sprache lernen will. Ich habe die erweiterte Einstellung genommen.
Die Lektionen beinhalten immer eine Haupteinheit und dazu dann abgestimmte Nebeneinheiten, in denen man das neu Gelernte wiederholt und vertieft.
Im Prinzip läuft jede Einheit gleich ab. Man sieht ein paar Bilder und hört Sätze dazu und muss diese dann zuordnen. Oft muss man auch die Sätze wiederholen oder selbst einen Satz bilden, welches das Programm dann erkennt. Hier ist es ratsam die Audioeinstellung so einzustellen, dass sie sehr präzise auf das achtet, was man sagt. So erhöht man den Lerneffekt. Natürlich kann es monoton wirken, wenn man jedes Mal das gleiche machen muss, da es aber immer neue Vokabeln und auch Grammatik gibt, wird einem so schnell nicht langweilig.
Das Programm kommt ohne Erklärungen oder Übersetzungen aus. Sollte man sich jedoch nicht sicher sein, dann kann man auch Wörterbücher oder Webseiten (Wadoku) zu rate ziehen. Für die Grammatik lohnt sich der Kauf eines Buches dann schon.
Zu den Lektionen findet man auch Spiele, die auf den aktuellen Stand angepasst sind, sowie einen Chat für die Unterhaltung mit anderen Lernenden.
Über die Option "Sitzung buchen" kann man auch eine Einheit mit einem Muttersprachler buchen mit dem man dann über Videochat ein paar Übungen macht. (Dies habe ich noch nicht ausprobiert)
Meine Meinung:
Ich habe Rosetta Stone als Ergänzung zum Lernen gekauft und nutze dieses auch so. Hauptsächlich lerne ich ja an der VHS und im Selbststudium. Hierbei hilft Rosetta Stone dann schon gut, da die Sätze in Hirgana, Katakana und Kanji geschrieben ist. So gewöhnt man sich an das Lesen der Schrift und kann sich nebenbei auch ein paar Kanji einprägen. Anfangs war es für mich auch Wiederholung des schon gelernten Stoffes, aber mittlerweile kommen neue Inhalte.
Für mich ist diese Methode ganz gut, aber vielleicht wirklich nicht für jeden Lernenden geeignet. Ob das Programm etwas für euch ist, könnt ihr in einer kostenfreien Demo-Version (ein paar Einheiten) herausfinden. Bis jetzt habe ich den Kauf nicht bereut.



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