Buch-Review zu "Die wahre Geschichte der Geisha" von
Mineko Iwasaki
Inhaltsbeschreibung:
Mineko Iwasaki war mehr als 10 Jahre lang Japans berühmteste Geisha. Sie wurde schon mit 3 Jahren von der Besitzerin eines berühmten Geisha-Hauses zur Nachfolgerin bestimmt. Da die Eltern des kleinen Mädchen genau wussten, dass sie ihr keine solche hoffnungsvolle Zukunft bieten konnten, ließen sie Mineko mit 5 Jahren in das Haus einziehen.
Es war ein harter Weg und ein langer Kampf den Mineko in ihrer Ausbildungszeit bestreiten muss, aber sie hat es schließlich doch geschafft Japans berühmteste Geisha zu werden.
Hintergrund zu diesem Buch:
Mineko Iwasaki´s Geschichte war die Vorlage für "Die Geisha" von Athur Golden. Golden hat ihre Geschichte sehr verfremdet und durch seine Erzählungen ein falsches Bild dieser bewundernswerten Frauen vermittelt. Nach dem auch die Verfilmung immer mehr ein schlechtes Bild auf den Beruf der Geisha warf, fand Frau Iwasaki, dass es Zeit sei eine Art "Richtigstellung" zu veröffentlichen. So entstand ihre Biografie...
Heute lebt Mineko Iwasaki mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in einem Vorort von Kyoto.
Meine Meinung:
Ich muss dazu sagen, ich habe zu erst "Die Geisha" gelesen, aber das ist schon Jahre her und auch den Film habe ich hier im Regal stehen. So war ich also gespannt wie die Geschichte letztlich wirklich geschah - darum kaufte ich mir dieses Buch.
Es liest sich sehr gut und leicht. Mineko Iwasaki erzählt ihre Geschichte recht detailiert, wodurch man das Gefühl hat, die Geschichte noch ein Mal mit ihr zu durchleben. Ich persönlich fand es sehr erschreckend, dass Iwasaki-San schon mit 5 Jahren wusste, was sie wollte und ihre Eltern freiwillig verließ. In diesem Alter begann sie auch mit einer sehr harten Ausbildung und trotzdem hat sie nicht aufgegeben, egal wie viele Tiefen noch kamen. Sie schied nur aus dem Beruf, weil dieser traditionelle Zweig nicht bereit für Veränderungen war, die Mineko Iwasaki sich aber so sehr wünschte und dafür einstand. Mit ihr kehrten 70 weitere Frauen dem Beruf der Geisha den Rücken.
Die allgemeinhin bekannte (und von den Fantasien beflügelte)Vorstellung der Geisha bröckelt im Laufe der Lektüre stark und macht der Wahrheit Platz. Ich fand es sehr gut, mehr (und vor allem die Wahrheit) über Geishas und deren Beruf zu erfahren. Mineko Iwasaki schafft es (zumindest bei mir) dem Leser relativ schonend die eigentliche Wahrheit aufzutischen und den Leser ein Stück weit in diese Welt der Unterhaltungskünstlerinnen mitzunehmen.
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