Montag, 15. Juli 2019

Aussichten, Planänderungen und Vogelgezwitscher...

oder: Tag 5 - Kyomizudera, Nijo Castle und Bücher... 


Heute war dann der erste Tag in Kyoto und ich habe mich schon früh zum Kiyomizudera aufgemacht. Diesen wollte ich unbedingt sehen.
Im Hotel habe ich mir einen Tagespass für den Bus geholt. Dieser ist günstiger, wenn man mehrmals am Tag den Bus nimmt. Ich war natürlich schon sehr gespannt und war gefühlt die einzige Touristin im Bus. 

Der Weg zum Tempel war schon recht gut gefüllt, aber am Tempel selbst waren zum größten Teil nur Schülergruppen unterwegs. Die Aussicht über Kyoto war der absolute hammer. Leider war die Holzkonstruktion des Tempels mit einem Bauzaun versehen und nicht vollständig zugänglich. Aber das hat der gesamten Stimmung keinen Abbruch getan. 
Der Tempel und die Anlage waren dennoch sehr schön und es gab viel zu entdecken. In der gesamten Anlage blühten schöne Blumen und es herrschte eine wunderbare Ruhe. =) 

Auf dem Weg runter bummelte ich noch durch die Läden entlang der Straße. Der nächste Punkt auf meiner Liste war der alte Kaiserpalast. Leider war dieser heute zu, weshalb ich den auf morgen verschieben musste. Dafür ging ich dann zum Nijo Castle. 
Mein Weg dorthin führte durch Wohngebiete und ich habe so auch einen kleinen Einblick in den Alltag Kyotos bekommen. 

Nijo Castle ist eine kleine Burg mit Gartenanlage. Obwohl diese Burg recht klein war, gab es sehr interessante Einblicke in das mittelalterliche Japan. Sehr spannend war, dass die Böden im Flur Vogelgezwitscher "spielten". Bei jedem Schritt erklang Vogelgesang. Das liegt wohl an der Konstruktion unter dem Boden. Die Federn im Boden machen diese Geräusche. Ich war so erschrocken im ersten Moment, aber dann gefiel es mir mit jedem Schritt mehr. Man hat auch viele Wandzeichnungen sehen können und die Funktionen der Räume wurde gut erklärt... 

Nach der Burg war es Zeit zu "Shigeharu" zu gehen, um mein Messer abzuholen. Kurz vor 15 Uhr kam ich an und platzte quasi in eine Beratung rein. Als der Besitzer mich sah, strahlte er schon freudig und eine Kundin sprach mich direkt an, ob ich denn helfen könnte. Also versuchte ich so gut es ging zu übersetzen und habe wieder etwas über Messer dazu gelernt. Obwohl mein Japanisch nicht so gut ist, habe ich einiges verstanden und konnte ganz gut helfen. Auch mit dieser Reisegruppe habe ich mich etwas länger unterhalten. Es war super. Mein Messer ist übrigens sehr gut gelungen und ich freue mich auf die Benutzung :) ...
Nachmittags schlenderte ich noch durch Gion, um noch etwas vom alten Kyoto zu sehen. Es war so entspannend. =) Nun neigt auch der Tag sich langsam dem Ende zu. Im Einkaufscenter AEON habe ich dann noch zu Abend gegessen und mir in der Buchhandlung dort Kanji Karten und die drei Bände von Kimi no na wa gekauft. 

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