oder: Eigenwetter, Nanae Aoyama
Dezember is ending... Somit endet auch das Japan Book Year für mich. Vorher gibts aber noch meine Meinung zum letzten Buch meiner Challenge: Eigenwetter von Nanae Aoyama.
Geschichte:
Chizu weigert sich mit ihrer Mutter nach China zu ziehen. Sie möchte gern ein eigenes Leben in Tokyo führen. Ihre Mutter vermittelt sie an eine entfernte Verwandte, die bisher alle jungen Frauen der Familie in ihrer Anfangszeit in Tokyo begleitet hat. Chizu lernt darauf hin Gingko kennen und zieht bei der Oma ein. So beginnt für die 20-jährige Chizu ein Jahr des Zusammenlebens, verbunden mit Unsicherheiten und Boshaftigkeiten... Dennoch lernen sich die beiden Frauen kennen.
Meine Meinung:
Chizu ist zu Beginn der Geschichte sehr orientierungslos. Sie weiß zwar, dass sie nach Tokyo will, aber nicht was sie eigentlich dort machen möchte. Zudem denkt sie, dass Gingko ja eh nur noch auf den Tod wartet und das Leben der älteren Dame ja eigentlich eh vorbei sei... Aus diesem Grund ist die Beziehung zu ihrer neuen Mitbewohnerin erst recht kühl und wenig tiefsinnig, eher gezeichnet von Boshaftigkeiten und wenig Verständnis füreinander. Obwohl Gingko Chizu nicht vorschreibt, wie sie zu leben hat, so hat sie aufgrund ihrer Erfahrungen dennoch Einfluss auf die junge Frau. Sie macht in dem Jahr eine Entwicklung von der Desorientierung hin zur Orientierung. Am Ende weiß sie, was sie nun mit ihrem Leben anfangen möchte.
Der Schreibstil ist schnörkellos und dennoch sehr bildhaft. Nanae Aoyama schafft mit diesem Buch eine leise Geschichte über das Leben und Erwachsen werden. Obwohl die Geschichte mit wenig Action oder großen Handlungsbrüchen auskommt, wollte ich das Buch nicht weg legen und habe es in kurzer Zeit durchgelesen...

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