oder: Japanische Holzschnitte
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| "Die große Welle vor Kanagawa" von Hokusai |
Im Augustinermuseum in Freiburg findet noch bis zum 30. September 2018 eine Ausstellung zu japanischen Holzschnitten statt. Ich habe mir diese bereits angeschaut und war sehr angetan. Ich habe mir das Buch zur Austellung (welches man wohl nur vor Ort bekommt?) noch gegönnt. Und um nicht nur einfach kurz über die Ausstellung zu schreiben, habe ich etwas recherchiert und euch mal das wichtigste über japanische Holzschnitte zusammengeschrieben: =)
Geschichte
Schon im 8. Jahrhundert gab es die Technik des Holzschnittes, welche in Tempel- und Schreindruckereien praktiziert wurde. Die Motive waren zu dieser Zeit noch religiöser Natur.
Erst um 1600 kamen die ersten kommerziellen Holzschnitte in Kyoto auf. Bald darauf auch in Osaka und Tokyo. Der Großteil dieser Drucke waren vor allem Unterhaltungsliteratur mit einem hohen Bilderanteil. Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kamen Einzelbilder auf den Markt. Mit der Zeit wurden zudem mehrfarbige Holzschnitte entwickelt.
Bis über das Ende der Edo-Zeit hinaus wurden mehrere Millionen Holzschnitte verkauft, da diese auch bei der breiteren Bevölkerung hohen Anklang fanden und schon für den Preis einer Mahlzeit zu erstehen waren.
Material
Für den Druck selbst wurden passend zugeschnittene und geglättete Holzplatten, bevorzugt vom wilden Kirschbaum (aber auch vom Trompeten- oder Buchbaum), verwendet. Als Papier nutzte man oft aus dem Maulbeerbaum hergestelltes Kozo-gami. Dieses Papier gab es in verschiedenen Stärken von dünn (durchsichtig) bis dick (cremefarben).
Die Druckfarbe bestand bis ca. 1860 aus pflanzlichen und mineralischen Stoffen. Diese waren jedoch lichtempfindlich und es kam oft zu chemischen Reaktionen mit anderen Stoffen, weshalb beispielsweise die orangene Farbe sich schwarz verfärbte.
Ab 1820 gab es dann die erste künstliche Farbe (Preußisch blau) und nach 1860 wurden Anilinfarben vermehrt verwendet. Diese wurden nach Japan importiert, weshalb sie nach und nach die klassischen Farben ablösten.
Technik
Bei der Herstellung eines Holzschnittes waren immer vier Personen beteiligt.
Der Verleger, der für die Finanzierung, Koordination der Arbeiten und den Verkauf der Schnitte zuständig war.
Der Künstler hingegen lieferte die Idee für die Drucke, sowie den gezeichneten Entwurf für den Holzschnitt.
Der Holzschneider fertigte aus dem Entwurf eine Druckplatte an. Hier waren manchmal auch mehrere Holzschneider am Werk, da die einen für die groben und die anderen für feinere Konturen verantwortlich waren.
Zu guter Letzt gehen die Konturenblöcke an den Drucker, die er zuerst für die Schwarzdrucke nutzte. Danach zeichnet er die Umrisse und Details der Farbflächen ein. Daraus erstellten die Holzschneider die Farbdruckplatten.
Erst nach diesem Schritt konnte der Drucker die Holzschnitte fertig stellen.
Bekannte Künstler, deren Werke als Holzschnitte produziert wurden waren unter anderem Katsushika Hokusai, Utagawa Hiroshige, u.v.m.

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