oder: Japanisch Redewettbewerb,
Japanische Botschaft in Berlin
Die Spatzen haben es sicherlich schon vom Dach gepfiffen, dass ich nicht ganz normal bin... ;)...
Die Japanische Botschaft in Berlin veranstaltet jedes Jahr einen Japanisch Redewettbewerb. Von dem Wettbewerb habe ich schon vor Jahren gehört und die Idee eventuell einen Flug nach Japan gewinnen zu können, fand ich doch ganz ideal für solch eine Veranstaltung.
Für mich selbst kam eine Bewerbung gar nicht in Frage... Zum einen ist Berlin doch ein ganzes Stück entfernt, zum anderen bin ich in Japanisch nicht so gut, dass ich überhaupt eingeladen werden würde.
Abgesehen davon, bin ich ein extrem schüchterner Mensch (ja das dürft ihr mir ruhig glauben!) und mag es so gar nicht vor vielen Menschen reden zu müssen (und dann auch noch auf Japanisch? O.O).
Nun wurde Ende März bekannt gegeben, dass die Frist zur Bewerbung verlängert wird und nun ratet, wer sich spontan noch hingesetzt hat und eine Rede geschrieben? Ja, ICH :O. Natürlich ging ich nicht davon aus, dass ich überhaupt genommen werde.
Na so kann man sich dann wohl täuschen, denn knappe 1 1/2 Wochen nach der Frist hatte ich eine E-Mail mit der Einladung nach Berlin im Fach.
Ich war so geschockt, dass ich gar nicht mehr klar denken konnte. Jedoch nahm ich die Einladung und die Herausforderung an. So kam es, dass ich Ende April meine Reise nach Berlin geplant hatte und mitten im Lernen für dieses Event war!
Am 12. Mai flog ich früh morgens von Basel nach Berlin und verbrachte einen schönen Tag mit einer guten Freundin (bei der ich auch schlief).
Am Sonntag, den 13. Mai, sollte es dann auch schon so weit sein. Halbwegs schick gemacht, ging es zur Botschaft. Ab 14 Uhr wurde dann geredet. Neben mir waren neun weitere Kandidaten da.
Nun sollte ich dran sein. Etwa 5 Minuten sollte man reden und danach Fragen beantworten. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie nervös ich war und wie viele Tode ich gestorben bin...
Ich hatte dann auch noch zwei Texthänger und war natürlich sichtlich nervös und aufgeregt. Mir war schon klar, dass es für den Hauptgewinn eh nicht reichen würde... Dafür ist mein Niveau einfach noch nicht so weit, wie das der anderen Teilnehmer (zum Teil schon 1 Jahr in Japan gewesen). Die Fragen waren zum Großteil gut verständlich.
In der Pause habe ich von mehreren Seiten Lob bekommen, für meinen Mut und auch mein Sprachniveau wurde anerkennend betrachtet. Schließlich sei ich die einzige, die einen Vollzeitberuf hat und das nur nebenbei lernt. Dafür wäre ich schon sehr gut...
Selbstverständlich hätte ich mir den Sieg gewünscht, aber der war leider nicht in greifbarer Nähe...
Die Erfahrung und den Besuch der Botschaft werde ich sicher nicht vergessen, den wer kann schon behaupten, eine von zehn Teilnehmern gewesen zu sein, die dort teilnehmen durften?
Nicht viele...
Sollte ich jemals ein Niveau erreichen, dass mir eine reale Chance bietet, dann werde ich mein Glück vielleicht erneut versuchen.

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