Donnerstag, 2. Juni 2016

Zen for Nothing...

oder: Wie schön die Stille klingen kann... 

Ich war am Donnerstag, 02.06.16,  bei der Premiere von Zen for Nothing im Friedrichsbau Freiburg. Dabei war auch der Regisseur und der Komponist der Filmmusik... Diese beiden hatten nach dem Film noch kurz Zeit für ein paar Fragen, aber lest selbst: 

Worum geht es? 
Sabine beschließt für einige Monate in ein japanisches Zen - Kloster zu gehen. Es ist das Aiji Kloster, welches sich .... .befindet. 
Sie wird hierbei von Herrn Werner Penzel begleitet, der ihr Erleben und den Alltag der Mönche dort filmisch einfängt. 
Sabines Entwicklung in diesem Zeitraum wird von der Kamera festgehalten. Der Film beginnt leise und kommt auch im weiteren Verlauf ohne viele Worte aus.

Hintergründe und meine Meinung
Nach dem Film blieb der Regisseur noch etwas um Fragen zu beantworten. So wurde gefragt, wie es kam, dass er dort so "intim" filmen durfte. Er erklärte daraufhin, dass er selbst einige Wochen zuvor dort verbracht hat, bevor er eine Kamera in die Hand nahm und filmte. Es war sehr bemerkenswert, dass alles so getaktet war und für einige kam es stellenweise sehr inszeniert vor. Jedoch erklärte er, dass dort in dem Kloster alles minutiös getaktet ist, weshalb er genau wusste, wann die Mönche und Gäste wo sein würden. So konnte er viele Momente wunderschön einfangen. Auf die Frage wie er denn zu diesem Thema kam, erläuterte er, dass er selbst seit er 16 / 17 Jahre alt ist sich für die Thematik Buddhismus interessierte und selbst sogar in einem Zen-Kloster gelebt hatte. Die Protagonistin kennt Herr Penzel schon seit diese 19 Jahre alt ist, weshalb er von einer guten Umsetzung des Projekts von Beginn an überzeugt war. Da er sie kannte, wusste er, dass sie das durchziehen würde. 
Zur Filmmusik kann ich nur sagen, dass sie einfach super schön war. Ich wusste nicht, dass Stille so schön klingen kann. Denn an keiner Stelle des Films war sie störend. Man stellt sich das ja immer so ruhig und still vor in solch einem Kloster. Die Musik hat diese Stille sehr schön umgesetzt. 
Herr Firth (Der Filmmusikkomponist)  erklärte kurz, wie es zu dieser einzigartigen Musik kam. Er hatte schon die Musik komponiert und sollte dann jedoch, einfach aus seinem Bauch heraus Musik spielen während er den Film das erste Mal sah. Das Ergebnis ist ein durchgängiges Stück, welches den Film begleitet. 

Herr Penzel konnte uns noch eine tolle Anekdote erzählen. Der Zen-Meister Muho ist eigentlich Deutscher und das hat einige ziemlich verwundert, dass er einfach als Meister akzeptiert wurde... Wohl war es so, dass Muho selbst 10 Jahre in diesem Kloster gelebt hat und sein alter Meister ihn und zwei weitere Mönche zu Zen-Meistern ernannt hat. Als der Meister starb, erfuhr es Muho (der schon einige Zeit in Osaka lebte) und kam zurück. Nun war es daran auszuknobeln, wer von den dreien nun das Kloster übernehmen würde. Sie setzten sich in den Meditiationsraum und der letzte, der noch saß wurde der neue Kloster-Abt. In diesem Fall Muho-sama.

Zu Herrn Penzel und Herr Firth ist zu sagen, dass sie zwei sehr sympathische Männer sind, die lieben was sie tun. Es war sehr erheiternd bei dieser Premiere dabei zu sein und auch ein paar persönliche Worte konnte ich mit beiden wechseln. Ich habe mich vorrangig bedankt für diesen tollen Film und versprochen, davon zu berichten! 

Wenn ihr die Möglichkeit habt, geht rein und schaut ihn euch an! Er erzählt mit Wenig doch sehr viel über das Leben und die Haltung dazu! Ich bin jetzt noch in Gedanken an bei dem Film und verarbeite innerlich einige Eindrücke noch immer...

Der Trailer: 

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