Dienstag, 5. April 2016

Daisy aus Fukushima...

oder: Das Leben nach der Katastrophe...




Reiko Momochi las 1 1/2 Jahre nach der Katastrophe das Buch Pierrot von Teruhiru Kobayashi. Sie war von dem Buch so fasziniert, dass sie ein Manga zeichnete, von diesem Buch inspiriert. So entstand "Daisy aus Fukushima". Ich habe es mir bestellt und berichte euch heute davon.


Inhalt:
Fumi kehrt einige Wochen nach der Katastrophe vom 11. März 2011 an ihre Oberschule in Fukushima zurück. Sie soll einfach ihr Leben weiterleben, als wäre nichts, aber dies ist mittlerweile nicht mehr möglich. Ihr Bruder darf nicht mehr draußen spielen und ein einfacher Regenschauer führt dazu, dass alle panisch unter das Schuldach flüchten. Fumi will sich aber ihre Jugend nicht durch die Strahlung kaputt machen lassen. Dies ist jedoch nicht einfach, da die Folgen weitreichender sind, als sie zu diesem Zeitpunkt absehen kann...
Bald werden auch die Freundschaften, welche Fumi hat auf die Probe gestellt.

Meine Meinung:
Ich muss sagen, ich habe nach der Lektüre erstmal Zeit gebraucht. Das Buch war an zwei Abenden durchgelesen, so ergreifend war es. Die Geschichte gibt einen deutlichen und verständlichen Eindruck von der Gefühlswelt japanischer Jugendliche in Fukushima. Die Geschichte ist sehr einfach zu lesen und auch sehr flüssig erzählt. Die Bilder passen sehr gut. Ich war sehr mitgenommen von den Gefühlen und den Erlebnissen jeden einzelnen Charakters. Ich glaube, die Geschichte zeigt sehr deutlich auf, wie das Leben nun in Fukushima sein muss... Die Geschichte wird in ihrer Handlung nie eintönig oder langweilig, sondern vielmehr sehr interessant.

Mit dem Kauf dieses Buchs gehen jeweils 1 € an ein Hilfsprojekt für Kinder in der Katastrophenregion. Es ist ein Doppelband, weshalb es nur ein Buch gibt. Ich kann es nur jedem empfehlen, der einen tieferen Einblick in das Leben nach der Katastrophe bekommen möchte. 

Hier noch der Trailer von Egmont Manga: 


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